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Unteres Schloss

Details

 

(25) Die Volksbank auf dem ehem. Ochsenareal und
dessen herausragende Ortsgeschichte 1897 - 2013

 

Wenn man über die Volksbank auf dem ehemaligen Ochsen- und „unteren Schloss“-Areal berichten will, muss man dort anfangen, wo die ersten unabhängigen Geldgeschäfte in Sulzfeld getätigt wurden.
Nach dem gewonnen Krieg gegen Frankreich von 1871 drängten die bäuerlichen und gewerblichen Verhältnisse, vor allem wegen der regen Bautätigkeit, nach einem privaten und nicht, wie bisher, von den Gölern betriebenen Geldgeschäft. Deshalb wurde am 15. August 1897 der „Ländliche Creditverein Sulzfeld“ gegründet. Der erste Vorstand war Bürgermeister Johann Pfefferle, der erste Rechner war Chr. Fr. Mehl. Ihm folgte am 22.10.1899 der Ratsschreiber Wihelm Mergel. Am 5. Juni 1904 wurde Marx Diefenbacher als Bürgermeister zweiter Vorstand.
Der neue Rechner wurde am 14. Mai 1905 Johann Götter, welcher die Geldgeschäfte in seiner Wohnung, Hauptstraße 17, vollzog.
Am 6. April 1913 wurde der Landwirt Karl Hagenbucher sen. Director, und sein Stellvertreter war Ludwig Weigert. Am 18. April 1920 wurde der Landwirt Friedrich Teutsch Direkcor. Schließlich wurde nach dem Ausscheiden des Rechners Johann Götter am 9. Mai 1929 August Edel der neue Rechner. Die Geldgeschäfte wurden deshalb in dessen Wohnung Christmannstraße 3 (heute Späth) vorgenommen.
Jetzt wurde auch der bargeldlose Geldverkehr ("Conto Corrent ") eingeführt. Ebenfalls 1929 wurde der „Ländliche Creditverein“ in „Spar- und Darlehenskasse eGmbH" umbenannt.
Am 3. April 1932 wurde der spätere Bürgermeister, Jakob Fischer, 1. Vorstand.
Bis 1947 führte August Edel mit seiner Tochter Berta die Sulzfelder Geldgeschäfte. Am 18. Mai 1947 wurde Hans Fischer hauptamtlicher Geschäftsführer und Vorstandsmitglied, und  betrieb, zusammen mit Otto Beck als Bankkaufmann und Reinhold Mayer als Lehrling, die Geschäfte in seinem Elternhaus, Hauptstraße 87.

Im Jahre 1953 wurde die „Spar- und Darlehenskasse“ in „Spar- und Kreditbank eGmbH“ umbenannt.
Um in den Bankraum zu gelangen, musste man vorne durch die Haustüre hinein, an der nach oben führenden Treppe links vorbei, um in den Bankraum mit offener Theke einzutreten. Der Bankbetrieb fand dann bis 1958 in diesem Raum statt. Der Vorstandsvorsitzende, Bürgermeister Jakob Himmel und der Vorstandsvorsitzende Schreinermeister Josef Weiss überwachten die Geldgeschäfte. Bis 1965 wurden dann die Bankgeschäfte in das gegenüber noch stehende Haus von Philip Mohr Hauptstraße 94 verlegt.
Dort wurden folgende Banklehrlinge ausgebildet:
Franz Neubauer, Ursula Maier und Günter Teutsch.

Die Spar- und Kreditbank kaufte dann am 1. August 1963 von der Erbengemeinschaft das Ochsenareal, die Kegelbahn, den Saalbau, welches die Grundstücks-Nr. 101/1,  mit einer Fläche von 819 ar war. (siehe Lageplan 26 Nr. 1)
Gleich nach dem Kauf wurden die Kegelbahn und der Saalbau abgerissen. Sofort danach begann man mit dem Aufbau des ersten Sulzfelder Bankhauses. 1965 war dann das erste Sulzfelder Bankhaus auf dem linken, hinteren Ochsenareal fertiggestellt.

Jetzt wurden die Bankgeschäfte von der Hauptstraße 94 (Philip Mohr) in das repräsentative neue Bankgebäude auf dem ehem. Schlossareal verlegt.
Am 31. Mai 1969 kaufte dann die Spar- und Kreditbank, ebenfalls von der Erbengemeinschaft, das Gasthaus Ochsen, den hinteren mittleren Teil Nr. 2 und die restlichen Lagerhausgebäude mit Gesindehaus, welches die Grundstück-Nr. 101 mit 756 ar, war. (siehe Plan Nr. 3 und 4)
1970 wurde das Gasthaus Ochsen und die hinteren Lagerhaus-Teile abgerissen. Jetzt wurde ein zurückversetzter Erweiterungsbau errichtet (siehe Plan Nr. 2).
1973 hat die Bank alle restlichen Lagerhaus-Gebäude abgerissen (siehe Plan Nr. 3), und erweiterte 1974 das rechte, symmetrisch angepasste Bankgebäude. Gleich nach dieser Erweiterung wurde die Bank in „Raiffeisenbank“ umbenannt.
1975  hat dann die Bank das Gesindehaus abgerissen (siehe Plan Nr. 4) und verlegte die Gefrierfächer – Anlage in die Mühlbache Straße, in das hintere Gebäude vom „Brunnen-Krüger“. Auf dem Gesindehausplatz wurden Parkplätze angelegt.
1977 wurde die "Spar- und Kreditbank Sulzfeld" umbenannt in "Raiffeisenbank Sulzfeld eG"
1984 ist dann, fast genau auf der symmetrischen Mitte des ehemaligen Gasthauses Ochsen, ein Dorfbrunnen mit 7 historischen Motiven erbaut worden (siehe Plan Nr. 6), welcher am 26. August 1984 eingeweiht wurde.
1985 kaufte die Bank das Bauernhaus Frank/Krüger (siehe Plan Nr. 7). Eine geplante Bankerweiterung wurde nicht ausgeführt. Im alten Bauernhaus wurde von der Bank ein Reisebüro betrieben. Der größte Teil wurde als Aktenlager benutzt.
2012 kaufte dann der Investor Werner Herbich das Gebäude und baute es zu einem Wohnhaus um.
1995 wurde der Bankeingang verändert. 2002 wurde der Bankvorbau modernisiert und man Fusionierte mit der Volksbank Bretten.
2005 wurde die Bank innen wie außen total umgebaut, ein rollstuhlgerechter Zugang angelegt und man fusionierte zur Volksbank Bruchsal-Bretten eG.

 

(26) Numerischer Lageplan mit zeitlicher Aufstellung,
und der Nutzungsveränderungen 1965 - 2013

 

1 Abriss der Kegelbahn und des Saalbaus
erster Neubau der Spar- und Kreditbank auf dem Ochsengarten
1965
2 Abriss Gasthaus Ochsen und Teile des Lagerhauses,
Erweiterung Bank nach westen
1970
3 Abriss der restlichen Lagerhausgebäude und symmetrische Erweiterung.
Umbenennung in Raiffeisenbank
1974
4 Abriss des Gesindehauses und Parkplatzerweiterung 1875
5 Westermann kaufte das Kaufhaus Friederich 1976
6 Auf die Mitte des ehem. Ochsen wurde der Dorfbrunnen errichtet 1984
7 Die Raiffeisenbank kaufte das Haus Frank/Krüger
(geplante Erweiterung der Bank fand nicht statt)
1985
8 Der Bank-Eingang wurde verändert 1995
9 Der Bank-Eingang wurde modernisiert Fusion mit Volksbank Bretten 2002
10 Die Bank wurde total umgestaltet Fusion zur Volksbank Bruchsal Bretten 2005
11 Die Gemeinde kauft das Kaufhaus Westermann und stellt es unter Denkmalschutz 2007
12 Der Investor Werner Herbich kaufte das Haus Frank und Westermann
und baute das Haus Frank zu einem modernen Wohnhaus um
2012
  Das Haus Westermann baute er zu einem Café um. Eröffnung im Januar 2013

 

 

 

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